Geplantes Recyclingzentrum Travemünder Landstraße 260

Was ist bisher passiert? Ein kurzer Sachstandsbericht.

Am 24.5.2012 berichteten die Lübecker Nachrichten erstmalig über den geplanten Recyclinghof (Recyclingzentrum). Die Kücknitzer erfuhren erstmals davon durch diesen Zeitungsartikel. 2 Wochen später sollte darüber bereits in einer Bauausschusssitzung entschieden werden!

In der Einladung zur Bauausschusssitzung am 18.6.2012 wurde das geplante Recyclingzentrum auf die Tagesordnung gesetzt, mit der Zielsetzung, einen Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes herbeizuführen. Das hätte geheißen, die ehemals überwiegend landwirtschaftlich genutzte Fläche an der Travemünder Landstraße 260, sollte unter anderem als Fläche für die Errichtung und Betreibung eines Recyclinghofes ausgewiesen werden.

Darauf hin startete die Unterschriftenaktion. In nur wenigen Tagen kamen über 2828 Unterschriften gegen den Recyclinghof zustande, der als Recyclingzentrum von der Firma Scheel betrieben werden sollte. Diese hatte einen Antrag gestellt auf:

  •  Annahme, Bearbeitung und Zwischenlagerung von mineralischem Bauschutt
    Es soll eine Brecheranlage zum Einsatz kommen.
  • Annahme, Bearbeitung und Zwischenlagerung von Bauholz und Stämmen/Stubben
    (belastet und unbelastet). Es soll eine Schredderanlage zum Einsatz kommen.
  •  Annahme, Bearbeitung und Zwischenlagerung von Mutterboden, Kiesen und
    Sanden (unbelastet und gering belastet)
  • Annahme, Bearbeitung und Zwischenlagerung von Seegras.
  • Annahme und Kompostierung von Grünschnitt
  • Für den Kleinmengenbedarf ist eine Betonmischanlage vorgesehen.

In der öffentlichen Bauausschusssitzung am 18.6.2012 wurden die Unterschriften überreicht. Viele Einwohner aus Kücknitz äußerten während der Sitzung ihren Unmut über das geplante Recyclingzentrum.

Aufgrund des enormen Protestes lehnten die Bauausschussmitglieder den Aufstellungsbeschluss ab und beschlossen gleichzeitig, die KWL, eine stadteigene Gesellschaft, zu beauftragen, einen Flächenentwicklungsplan für das Gelände von Skandinavienkai bis zum Gleisanschluss Skandinavienkai an der Elbingstraße zu erarbeiten.
Das bedeutet, der Recyclinghof, bzw. besser Recyclingzentrum ist nicht vom Tisch, sondern nur vertagt!!

Trotz der massiven Proteste und trotz des zunächst negativen Beschlusses im Bauausschuss für das Vorhaben, hat die Landesregierung, das Amt für Landwirtschat, Umwelt und ländliche Räume, kurz LLUR, am 2.Juli 2012 eine Genehmigung zur Zwischenlagerung von 110 000 t unbelastetem Material gegeben. Hiervon dürfen maximal 11 000 t vor Ort gelagert und von diesen 11 000 t jeweils maximal 1 100 t behandelt werden. Die Art der Behandlung ist in der Genehmigung nicht näher erläutert. Falls dies auch eine Brecheranlage umfasst, dann müssen wir mit erheblichem Lärm rechnen. Eine Brecheranlage kann bis zu 140 dB(A) erzeugen.
Geht man von einer LKW-Ladung von 20 t pro LKW aus und rechnet noch die Leerfahrten sowie die nötigen Fahrten für das bearbeitete Material hinzu, dann werden sich die LKW-Fahrten hin zu der Travemünder Landstraße und zurück auf 11 000 bis ca. 20 000 insgesamt pro Jahr bewegen.Wir berichteten.
Die Genehmigung des LLUR ist einsehbar hier auf der Homepage ebenso wie die diversen Presseartikel.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s