Recyclinganlage in Kücknitz vorerst gestoppt!

Artikel erstmals veröffentlicht am 20.06.2012 auf kuecknitz.info

Der Bauausschuss hat am Montag die Nutzung des Geländes als Recyclinghof für Bauschutt abgelehnt.
Das schrieb die LN gestern dazu>>>

Vielen Dank, liebe Kücknitzer, das war S U P E R!

Wir konten dem Bauausschuss am Montag
»2828 Unterschriften« übergeben!

Das es überhaupt dazu kommen konnte, haben wir ganz besonders dem tatkräftigen Engagement von Wolfgang Adomeit aus Pöppendorf zu verdanken.
Er hatte die Idee mit den Unterschriftenlisten und hat diese dann innerhalb weniger Tage umgesetzt.
Ohne diese Idee und seinen unermüdlichen Einsatz wären wir vielleicht nicht so weit gekommen. »Vielen herzlichen Dank dafür!!«

Ein besonderer Dank gilt auch dem Gemeinnützigen Verein Kücknitz e.V., dass er bereit war zu helfen und das er die Listen so schnell an alle seine Mitglieder verteilt hat, damit diese sie auslegen und verwenden konnten. Auch den Mitgliedern sei herzlich gedankt für ihre Unterstützung.

Es waren so viele Menschen tätig, die wir aber nicht alle namentlich erwähnen können und von denen wir auch nicht wissen ob sie erwähnt werden wollen. Auch denen danken wir an dieser Stelle herzlich!

Ein »großes Dankeschön« gilt den Geschäften, Vereinen und Institutionen, die bereit waren, die Listen auszulegen und die ihre Kunden so zahlreich angesprochen haben zu unterschreiben, das war so toll und mit diesem Engagement und Einsatz war nicht zu rechnen.

Es ist so toll, was hier im Ort entstanden ist, nachdem die ersten Unterschriftenlisten auslagen. Wie viele Menschen plötzlich selbst aktiv wurden, sich eigenständig Unterschriftenlisten besorgt haben um selber zu sammeln. Einige Anwohner sind durch den Ort gelaufen, andere von Tür zu Tür, es wurden Zettel an Hauseingänge geklebt mit dem Hinweis zu unterschreiben, Menschen wurden angesprochen, aufgeklärt und animiert in die Geschäfte zu gehen wo die Listen auslagen. Ein riesiges Dankeschön dafür an alle Anwohner und Einwohner von Kücknitz und Umgebung, das war »spitzenklasse« und hat der ganzen Aktion und allen Beteiligten richtig Auftrieb gegeben!

Alles in allem können wir mit der Aktion und dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Viel mehr war wohl nicht möglich in der Kürze der Zeit.

Ob wir allerdings schon am Ziel angekommen sind und die Pläne für einen Recyclinghof wirklich vom Tisch sind, wie es der LN Artikel (siehe oben) beschreibt, dass darf bezweifelt werden.

Das Verfahren wird jetzt an die KWL weitergeleitet und diese stellt für das gesamte Gebiet Skandinavienkai/Gleissanschluss Kücknitz, einen Flächennutzungs und/oder -entwicklungsplan auf. Ob die Kücknitzer Bürger bei dem Verfahren mit eingebunden werden, oder ob die Bürgerschaft das an den Bürgern vorbei entscheidet, das gilt es wachsam zu beobachten!

Die Firma Scheel hat für das Gebiet an der Travemünder Landstraße 260 bereits die Genehmigung, bis 2027 dort Kies und Sand abzubauen. Ein Oberbodenlager wird bis 2017 genehmigt. Seegras darf auch dort gelagert werden. Die Trecker und LKW der Firma Scheel, sollen nicht durch Kücknitz fahren, sondern über die B75 kurz vor Ivendorf an das das Grundstück gelangen. Das wurde festgelegt und gilt bereits.
Am Rand des Grundstücks in Richtung Travemünder Landstraße, soll künftig ein 2 Meter hoher Wall die Anlage schützen.

Der Kiesabbau wird in der oberen Hälfte des Geländes vor den betriebzugehörigen ehemaligen Wohngebäuden stattfinden.
Das ehemalige Kieswerk Bültwisch darf die Firma Scheel die nächsten 5 Jahre als Recyclinganlage nutzen.

Abschließend bleibt vorerst noch zu sagen:
»Leben im Grünen zwischen Weltkulturerbe und Ostseebad!«
Dafür steht Kücknitz und dafür möchte dieser schöne Stadtteil Lübecks, wahrgenommen werden.
Das deutlich zu machen, sollte weiter unser aller Ziel und Anstrengung sein und das ist ja auch das Anliegen dieser seit knapp 3 Jahren bestehenden Image-Kampagne Kücknitz[er]leben!


Eins ist bei dieser ganzen Aktion und bei den vielen Gesprächen mit den Menschen in dieser Zeit hier in Kücknitz nochmal sehr deutlich klar geworden: Ganz viele Menschen »lieben« diesen Stadtteil regelrecht und leben sehr gerne hier und das ist ein sehr großes Potential der Menschen und des Ortes hier. Und das gilt es in nächster Zeit ganz besonders den Politikern und Städteplanern in Lübeck deutlich zu machen, damit Kücknitz und seine Umgebung so liebens- und lebenswert bleiben kann!

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Kommentar:

Es bleibt ein fader Nachgeschmack und viele Fragen offen.

Was wird nach dem die KWL ein Entwicklungsplan erarbeitet hat? Geht es dann von vorne los? Wird dann der ganze Bereich zwischen Travemünde und Kücknitz zum Industriegebiet? Gerade der grüne Gürtel trägt doch erheblich zum Wohnwert des ganzen Stadtteils bei .

Wenn ich sehe wie in der Verwaltung gedacht und argumentiert wird sehe ich schwarz.
z.B. Die Bewertung des Lärmgutachtens (eingeholt vom Betreiber!) ist fragwürdig. Geht es bei dem Gutachten um den Kiesabbau oder um den Betrieb von Brecheranlagen? Die Bemerkung des Herrn Bresch es werden gerade mal 55 dB (Rasenmäher aus ~10m Entfernung) bei den Wohngebäuden ankommen und die Empfindung von Lärm sei ja subjektiv zeigen wie hier mit Menschen umgegangen werden soll. Da klinkt es schon nach Hohn, wenn Herr Bresch sagt, dass man diese Anlage nicht in ein Industriegebiet setzen kann weil benachbarte Betriebe ja auch Büros haben und der Lärm zu sehr stören würde. Weiterdenken erlaubt….
Fest steht, wir müssen weiter aufpassen, damit uns hier nichts unter gejubelt wird.

Ralf Lindenau

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